Freitag, 3. August 2012

Pumpspeicherkraftwerke sind für Atomausstieg und Energiewende hin zu den Erneuerbaren Energien zwingend erforderlich

Ganz Europa rüstet sich für die Energiewende hin zu den Erneuerbaren Energien. Deutschland hat im Jahr 2011 als erstes europäisches Land den völligen Atomausstieg beschlossen und diesem Beispiel werden Schritt für Schritt die anderen Länder in Europa folgen.

Keine Regierung in Europa wird gegenüber seiner Bevölkerung auf Dauer das Damoklesschwert Atomkraftwerk rechtfertigen können, so das selbst Atomstrom-Nationen wie Frankreich über kurz oder lang den Umstieg auf Erneuerbare Energien wie Windenergie und Solarenergie vollziehen werden.

Schrittweise wird ein Atomkraftwerk nach dem anderen vom Netz gehen und durch Kraftwerke aus dem Bereich Erneuerbare Energien ersetzt werden. Gleiches gilt für konventionelle Kraftwerke mit einer Stromerzeugung aus fossilen Rohstoffen, wie z.B. Kohlekraftwerke. Am Ende der Energiewende steht die europaweite Stromproduktion aus 100 Prozent Erneuerbaren Energien.

Stromproduktion aus Erneuerbarer Energie unterliegt natürlichen Schwankungen, daher müssen Speicherkapazitäten wie Pumpspeicherkraftwerke geschaffen werden.


Die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien steht in erster Linie auf zwei starken Säulen. Da ist zum einen die Windenergie und zum anderen die Solarenergie. Beide Energieformen sind nicht ständig in gleicher Menge vorhanden. Aus diesem Grund muss zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit und Netzstabilität in Zeiten von hoher Verfügbarkeit eine Speicherung der Energie möglich sein.

Für die Netzstabilität werden in erster Linie Kurzzeitspeicher wie Pumpspeicherkraftwerke benötigt und als Langzeitspeicher sind große Stauseen ausgezeichnet geeignet, die bei Bedarf über integrierte Wasserkraftwerke über lange Zeiträume Strom erzeugen können.

Es muss also parallel zum Ausbau der Kraftwerke im Bereich der Erneuerbaren Energien (Windkraftanlagen und Solaranlagen) ein Ausbau der Speicherkapazitäten (Kurzzeitspeicher und Langzeitspeicher) stattfinden.

Ohne die Schaffung der erforderlichen Speicherkapazitäten ist die Energiewende hin zu den Erneuerbaren Energien, nach derzeitigem technischen Stand, unmöglich.

Das Pumpspeicherkraftwerk Atdorf ist als Energiespeicher für Erneuerbare Energien und Netzstabilisator ein unverzichtbarer Baustein der Energiewende.


Da Pumpspeicherkraftwerke und Stauseen in Deutschland nur an sehr wenigen geeigneten Standorten gebaut werden können, gilt es diese wenigen Möglichkeiten auch zu 100 Prozent zu nutzen.

Jeder der den Bau von erforderlichen Speicherkapazitäten in Form von Pumpspeicherkraftwerken und Stauseen behindert oder gar verhindert, hat die Zusammenhänge der Energiewende nicht verstanden oder handelt aus egoistischen Eigeninteressen nach dem Sankt-Florian-Prinzip.

Die Energiewende hin zu den Erneuerbaren Energien hat ihren Preis und erfordert naturgemäß Eingriffe in Natur und Landschaftsbild. Im Vergleich zu einem atomaren Supergau kann dieser Preis jedoch aus der "Portokasse" bezahlt werden.

Bei der Standortwahl für das Pumpspeicherkraftwerk Atdorf hat der Investor Schluchseewerk AG besonderen Wert auf einen möglichst geringen Flächenbedarf bei möglichst hoher Leistungsausbeute gelegt. Dies zeigt deutlich das Naturschutz einen hohen Stellenwert in den Planungen des Investors hat.

Je größer der zu realisierende Höhenunterschied zwischen Ober- und Unterbecken eines Pumpspeicherkraftwerkes ist, desto geringer ist der Flächenbedarf für eine bestimmte Leistungsausbeute. Im Fall des geplanten Standortes für das PSW Atdorf beträgt dieser mögliche Höhenunterschied sagenhafte 600 Meter.

Im Sinne eines möglichst geringen Flächenverbrauchs, gibt es in Deutschland wohl kaum einen besseren Standort für ein Pumpspeicherkraftwerk mit diesem Leistungsvermögen.

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